// Soziale Netzwerke

Sicherheit für Kinder !

In Deutschland ist die rechtmäßige Nutzung sozialer Netzwerke nicht unter 16 Jahren erlaubt. Dieses Alter ist in der Datenschutz-Grundverordnung, Kapitel II Artikel 8 geregelt. Hierbei geht es um die Verarbeitung personenbezogener Daten des Kindes und ist eigentlich unter 16 Jahren nicht rechtmäßig.

Wenn es um soziale Medien geht, ist es wichtig, dass Sie das Alter Ihres Kindes im Auge behalten. Achten Sie beim Einrichten von Konten auf die Altersspanne der Nutzer auf der Plattform. Auf vielen Websites sozialer Medien gibt es Richtlinien darüber, wie alt Ihr Kind sein sollte, um mitmachen zu können. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Ihr Kind nicht auf eine Website mit für es ungeeigneten Inhalten wie Pornografie oder Mobbing gelangt.

Es ist auch eine gute Idee, mit Ihrem Kind über die angemessene Nutzung von sozialen Medien zu sprechen. Bitten Sie es, Ihnen dabei zu helfen, die Nutzung altersgerecht zu gestalten, und erklären Sie ihm, warum Sie das tun. Sie können Ihr Kind auch behutsam an soziale Medien heranführen, die altersgerechter sind.

Bevor Sie mit Ihrem Kind die sozialen Medien nutzen, setzen Sie sich zusammen und stellen Sie sicher, dass Sie beide die Grundregeln verstehen. Was ist akzeptables Verhalten? Was ist nicht akzeptables Verhalten? Welche Inhalte sind in den sozialen Medien erlaubt, und welche sind nicht erlaubt? Sie können auch einen einfachen Pakt mit Ihrem Kind schließen, an den Sie sich beide bei der Nutzung sozialer Medien halten werden. Es muss nicht schriftlich festgehalten werden, aber es muss ein Pakt sein, den Sie beide verstehen und dem Sie zustimmen. 

// Über Social Media aufklären und sprechen

Unterschied zwischen dem digitalen und dem realen Leben

Da es im wirklichen Leben keine Konsequenzen für Online-Verhalten gibt, kann sich Ihr Kind leicht zu Online-Verhalten hinreißen lassen. Das Posten eines gemeinen Kommentars auf einer Facebook-Pinnwand kann sich zum Beispiel wie eine greifbare Handlung anfühlen, weil es auf „posten“ klicken und den Kommentar in Echtzeit sehen kann. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um eine Handlung in der virtuellen Welt, die keine unmittelbaren Folgen haben wird. Dies ist ein entscheidender Unterschied zwischen sozialen Medien und dem wirklichen Leben. Es ist leicht, sich in der virtuellen Welt zu verfangen und zu vergessen, dass sie nicht die gleichen Konsequenzen hat wie die reale Welt. Dies kann zu Mobbing, Cybermobbing und sogar zu kriminellem Verhalten führen.

Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre

Kinder haben Rechte, und dementsprechend haben sie auch Rechte im Internet. Sie sollten die Möglichkeit haben, Informationen zu suchen, ihre Meinung zu äußern, sich mit anderen auszutauschen und Spaß zu haben. All das können sie in den sogenannten „sozialen Medien“ wie YouTube, Instagram, Snapchat und Co. tun. Sie haben das Recht, sich zu bilden, sich auszudrücken, mit anderen zu kommunizieren und Spaß zu haben. Allerdings sollten Sie immer darauf achten, dass Sie entweder die Kommunikation bis in ein Alter von 16 Jahren begleiten oder bestimmte Funktionen im vorhinein blockieren. 

 

 

// Social Media als Gefahr

Soziale Netzwerke halten Kinder ständig in Verbindung, was zu einer Flut von Informationen führt und sie davon abhält, draußen zu spielen. Die Angst, etwas auf dem Smartphone zu verpassen, hält junge Menschen bereits gefangen. Eine britische Studie der Universität Essex fand heraus, dass soziale Medien das Leben junger Mädchen erschweren, insbesondere im Bereich des Wohlbefindens. In einer Langzeitstudie fanden die Forscher heraus, dass das Wohlbefinden von Kindern im Alter von zehn Jahren, die bereits über ein Social-Media-Konto verfügen, nach fünf Jahren deutlich beeinträchtigt ist. Die Forscher entdeckten einen Geschlechterunterschied: Mädchen sind unglücklicher als Jungen.

Wenn soziale Medien für Cybermobbing oder Cyberstalking genutzt werden, müssen die Täter nicht unbedingt Hacker sein. Sie können von Personen genutzt werden, die Sie wegen unerwiderter Liebe bedrohen oder angreifen wollen. Manchmal bombardieren sich Freunde aus anderen Klassen gegenseitig mit unangemessenen Kommentaren. Solche Nachrichten werden häufig von Ex-Freunden verschickt, die private Informationen über Sie online weitergeben oder Ihr Konto hacken, um Ihnen Nachrichten zu schicken, die Ihrem Ruf schaden. Da diese Angriffe erheblichen psychischen und körperlichen Schaden anrichten können, sind sie oft schwerwiegend.

Soziale Medien werden häufig genutzt, um unzutreffende Informationen und Propaganda zu verbreiten. Trolling im Internet ist bewusst so angelegt, dass es Diskussionen auslöst, andere Menschen beeinflusst und emotionale Reaktionen hervorruft. Glauben Sie nicht alles, was Sie auf Social-Media-Plattformen sehen, sofort. Eine schnelle Google-Suche gibt Ihnen normalerweise genug Informationen, um festzustellen, ob eine Behauptung wahr oder falsch ist.

Liebe Eltern, spricht mit euren Kindern über Social Media. Beschäftigt euch mit den aktuellen Netzwerken, um ausreichend informiert zu sein. Ein Kontaktverbot zu Freunden durch gewisse Applikationen ist keine Lösung und sollte niemals als Druckmittel genutzt werden.